Wie man einen Drachenfels baut

Sobald wir wussten, dass wir unseren Laden bekommen würden, begann es in meinem Kopf zu arbeiten. Ich wollte für meine kleinen Drachen eine besonders schöne Möglichkeit, sie zu präsentieren. Ich suchte nach allen möglichen Möbel und Vitrinen, doch nichts wollte mir so richtig zusagen.

Da sagte Tom zu mir: „ Warum bauen wir nicht einen Drachenfels „

Ja genau, das ist DIE Idee!!! Tom googelte noch ein bisschen nach Anleitungen wie es die Modelleisenbahner so machen, und dann gingen wir ans Werk.


Wir besorgten uns eine runde Holzplatte. Da in die Mitte türmten wir als allererstes Lavalitsteine, die ursprünglich zu einem Zimmerbrunnen gehörten. Die waren perfekt, weil die ein Loch in der Mitte haben. Wozu wir das Loch brauchen seht ihr noch später.
Damit die Lavalitsteine nicht herunterfallen, „klebten“ wir sie mit etwas Gips aufeinander.

Lavalitkern

Der Kern des Drachenfelses bieten diese Lavalitsteine

Anschließend bauten wir schichtweise Styropor Stücke um den Lavalitkern herum. Die Styroporstücke wurden ebenfalls aufeinander geklebt, so dass sie nicht herunterfallen konnten.

Stücke aus Styropor bildeten die Basis für den Fels

Stücke aus Styropor bildeten die Basis für den Fels

Als der Leim endlich trocken war, (das dauert immer viiiiel zu lange) steckte ich Schiefersteine darauf. Schiefer hat die schöne Eigenschaft, dass er immer in flachen „Scheiben“ bricht. Ich gestaltete damit kleine Felsvorsprünge, auf die die Energiedrachen am Ende sitzen können.

Schifersteine

Auf den Schiefersteine sollen dann die Drachen sitzen.

Damit auch die Wunschdrachen eine Möglichkeit zum „herumhängen“ haben, kommt auf die Spitze des Felsens ein Baum. (Genau gesehen ist es eine Wurzel für ein Terrarium) Und dafür brauchen wir jetzt das Loch in der Mitte. Tom bohrte unten in die Wurzel ebenfalls ein schönes Loch, in das ein Dübelholz geleimt wurde. Das überstehende Dübelholz haben wir dann in das Loch im Fels gesteckt und großzügig mit Gips aufgefüllt.
Gips kam dann auch über das ganze Styropor-Gebilde drüber. Es ist dabei wichtig, dass der Gips nicht zu dünn ist, also dass er nicht zu sehr runtertropft. Damit bestrichen und strukturieren wir nun die gesamte Oberfläche. Die Schieferstücke wurden dabei nur soweit eingegipst, dass sie am Felsen halt fanden. Mit einem Spachtel oder Zahnstocher kann man dann auch noch Strukturen hinein kratzten. Am besten geht das, wenn der Gips schon etwas angetrocknet ist. Auch dabei gibt es etwas zu beachten, nämlich, dass man die „Kratzer“ immer etwa in die gleiche Richtung macht. Also ja nicht kreuz und quer, das würde unnatürlich wirken.
Danach hieß es wieder trocknen lassen und zwar diesmal richtig. Da wir ohnehin erst wieder am nächsten Wochenende Zeit hatten, konnte der Gips in Ruhe eine ganze Woche vor sich hin trocknen.

Drachenfels

Der Drachenfels!! Jetzt fehlt nur noch die Farbe!!

Danach ging es ans bemalen. Wir nahmen schwarze Abtönfarbe die wir ganz stark mit Wasser verdünnten (Also eigentlich war es Wasser mit einem kleinen bisschen Farbe). Damit pinselten wir großzügig den ganzen Fels ein. Der Gips sog das Wasser gleich auf. Weil die Farbe so Flüssig ist, fließt mehr in die Vertiefungen, wo es dadurch dunkler wird und die Erhebungen bleiben hell. Mit ebenso stark verdünntem Rot und Ocker setzten wir dann noch ein paar Akzente. Es sah schon Toll aus!!!

Drachenfels bemalt

Frisch bemalt

Einzig ein paar Stellen, die wir beim eingipsen übersehen hatten, mussten nochmal etwas nach gegipst werden.Nach abermaligem trocknen, habe ich dann auch die letzten weißen Stellen bemalt.
Perfekt. Wir waren beide Stolz darauf wie gut der Drachenfels am Ende geworden ist. Jetzt haben die kleinen ein schönes Zuhause, wo sie auf ihre Menschen Warten. Denn auf Jeden wartet irgendwo sein(e) Drache(n).

 

Drachenfels Nahaufnahme

Die kleinen Drachen scheinen sich ganz wohl zu fühlen auf dem Fels

 

 

Drachenfels mit Drachen

Fertiger Drachenfels mit den ersten Bewohner

 

 

 


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Comments

  • :-) Snadra sagt:

    Der ist sehr schön geworden. Schade, dass die Lavalitsteine vollkommen verschwunden sind. Da hätten es dann ganz normale Kieselsteine auch getan 😉

    • Kreativ-Höhle sagt:

      Ja es ist ein bischen schade, dass man vom Lavalit gar nichts mehr sieht.
      Wir haben die Steine aus zwei Gründen genommen. Erstens, war das Loch in der Mitte, Wo früher mal eine Wasserstange für den Brunnen war, perfekt um den „Baum“ einzugipsen. Und Zweitens,lagen die Steine im Keller rum 🙂

  • Daniel sagt:

    Lol, das ist wie ein All-You-Can-Eat Teller, nur dieser ist mit Drachen ;D. Aber keine Höhlen? Wo gehen die denn zum Schlafen hin?

    • Kreativ-Höhle sagt:

      🙂 🙂 Es gibt sogar ein paar Höhlen wo sie Nachts hin können. Ich muss unbedingt noch Fotos davon machen 🙂

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